Kraftsuppen

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Vielleicht kennt der Eine oder Andere noch die großen Kochtöpfe, die bei der  Großmutter den ganzen Tag auf dem Herd vor sich hin kochten. Darin war dann eine Rinder- oder Hühnerkraftbrühe. Diese wurde dann bei Grippe, Erkältung oder auch nach der Schwangerschaft, in der Stillzeit als Kraftmittel gegessen.  Aber was ist nun dran an der Kraft der Brühe?

In der Chinesischen Heilkunde wird das lange Kochen als eine Art Transformation verstanden, in der die Zutaten verkochen und sich dann in Qi ( Energie ) umwandeln. Das erklärt, warum Kraftbrühen nach langer Krankheit und Energier-eduzierten Lebensphasen gegessen wird. In Japan wird vorallem die Herbst- und Winterzeit zur Suppenzeit. Es werden dann bevorzugt Speisen gegessen, die lange gekocht werden, also auch Suppen und Eintöpfe. Man könnte also von einer Art Essenz sprechen, die beim langen kochen von Lebensmitteln entsteht. Bei uns ist besonders die Hühnersuppeist als Hausmittel bei Erkältungen bekannt. Wissenschaftler vom Nebraska Medical Center, Stephen Rennard und Kollegen,  haben die Wirkung der Hühnersuppe untersucht. Bei den In-Vitro-Experimenten wurde die Wirkung von Hühnersuppe, gekocht nach dem Rezept der Großmutter eines Kollegen, auf neutropilen Granulozyten (weiße Blutkörperchen) getestet. Diese sind auch für die Abwehr von Viren nötig, aber bei hoher Anzahl führen sie auch zum anschwellen der Schleimhäute. Die Hühnersuppe konnte die Bewegungsfähigkeit der Granulozyten hemmen und über diesen Mechanismus bei einer Erkältung mit geschwollenen Rachen helfen. Welche Anteile der Suppe genau dafür verantwortlich sind, konnte in der Studie nicht geklärt werden. Aber es zeigt, das eine Wirkung da ist.

Gerade in der kalten Jahreszeit kann es also helfen, häufiger Hühnersuppen  zu essen um so evtl. die Scheimhäute zu pflegen und Energie zu tanken. Lang gekochte Rinder-, und Gemüsesuppen sind auch förderlich für den Energiehaushalt.